Habs so lustig und gut gefunden das ich die Kritik hier einstellen muss...
Der 60-jährige Sylvester Stallone steigt ein letztes Mal in den Ring.
Rocky Balboa
© 20th Century Fox
Einen Titel hat der neue Film von Sylvester Stallone schon mal sicher: Er ist das überflüssigste Remake aller Zeiten.
Schon die Grundidee ist bekloppter als die Comebacks von Axel Schulz und Henry Maske zusammen. 30 Jahre nach seinem ersten Auftritt kehrt der "italienische Hengst" Rocky Balboa als Box-Rentner in den Ring zurück und vermöbelt den amtierenden Weltmeister. Das ist so, als würde Uwe Seeler noch mal beim HSV anfangen und die Elf in die Champions League schießen.
Stallone plante bereits vor sechs Jahren eine Reaktivierung seines Rocky-Stehaufmännchens, der ihm 1976 zum Durchbruch verholfen hatte und sich anschließend in vier Fortsetzungen über die Runden schleppte. Schon "Rocky V" war ein schwer erträgliches Desaster gewesen. Warum die MGM nun grünes Licht für einen sechsten Film gab, wird wohl für immer das Geheimnis des brüllenden Löwen aus dem Firmenlogo bleiben.
"Rocky Balboa" zeigt seinen Titelhelden zunächst als gebrochenen Mann, der den Krebstod seiner Frau verkraften muss und alten Zeiten nachtrauert. Alles klar, ein zünftiger Boxkampf muss her. Der verläuft nach den üblichen Klischees der Serie, aber bis die Fäuste endlich fliegen, haben die unsäglichen pathetischen Dialoge die Zuschauer mental längst ausgeknockt.
Übrigens: Stallone verwurstet sein Frühwerk weiter. Demnächst droht "Rambo IV: Pearl of the Cobra". Kein Witz!